Catania

Der Ausblick vom Balkon auf Modica ist auch bei Tageslicht nicht zu verachten. Die alte Dame, die das B&B betreibt, hat das Frühstücksbuffet im Untergeschoss aufgebaut. Dadurch, dass das Haus am Hang liegt, ist das Untergeschoss jedoch nicht der Keller. Es gibt einige sehr leckere selbstgebackene Kuchen, frischen Espresso, frische Feigen und diverse andere Sachen. Nach dem Frühstück fahre ich zu einem Strand, der fast am südlichsten Punkt der Insel ist und der den schönen Namen Spiaggia Costa dell’ambra trägt. Das Wasser ist kristallklar und wird nur langsam tiefer. Der Sand ist etwas bräunlich, aber OK. Ich muss mir die Location nur mit ein paar Einheimischen teilen und verbringe dort eine Weile.

Auf meiner Route zurück nach Catania stehen noch Noto und Syrakus auf dem Plan. Durch die Zeit am Strand ist allerdings kaum Zeit sich in den Städten etwas in Ruhe anzuschauen. Nach ein paar Tagen auf Sizilien habe ich ja nun auch schon so viele der eindrucksvollen Gebäude gesehen, dass ich nicht das Gefühl habe etwas zu verpassen. In Noto halte ich nur einmal an der Chiesa di San Domenico von 1727.

In Siracusa irre ich etwas durch die Straßen, da das Navi scheinbar immer die geografische Ortsmitte und nicht den eigentlichen Ortskern als Ziel nimmt, wenn man nur den Namen der Stadt angibt. Ganz aus Reihe fällt hier auf jeden Fall die größte Wallfahrtskirche Siziliens, die Basilica Santuario Madonna delle Lacrime. 11000 Gläubige finden in der 80 Meter hohen Kirche Platz, die während der Bauzeit auch das „Monster aus Stahlbeton“ genannt wurde.28 Jahre hat man daran gebaut und 1994 wurde sie vom Papst geweiht. Die besondere Architektur wird erst bei einem Blick aus der Luft sichtbar.

Author : Simone Tinella (Quelle)

Ich habe gar keine Zeit mehr, noch einmal in Catania etwas zu unternehmen. Unweit des Flughafens hole ich mir noch eine letzte Pizza. Die Mietwagen hat jetzt 1375 km mehr auf der Uhr und mit etwas Verspätung startet der Flieger um 19:54 Uhr. In der Abenddämmerung gibt es noch einen letzten Blick auf den Ätna.

Türkisfarbenes Meer mit glasklarem Wasser habe ich leider nicht wirklich entdeckt auf Sizilien, aber es gibt sicher auch einige Strände, die diese Kriterien erfüllen. Generell ist die Strandkultur der Italiener ja etwas speziell. An vielen Stränden stehen hunderte Liegen mit Sonnenschirm in Reih und Glied und werden für nicht gerade kleines Geld vermietet. Einfach so das Handtuch auf den Sand legen gibt es zwar auch, auch dann immer mit Sonnenschirm. Strandmuscheln und Windschutz oder gar Strandkörbe wie in Deutschland gibt es nicht. Besonders beliebte Strandabschnitte kosten auch Eintritt. Da kann so ein Strandtag schon einiges kosten, wenn man Parkplatz, Eintritt, Liege mit Schirm und Verpflegung zusammenrechnet.