Eine typische Straßenszene am Morgen. Eine Frau hält mit ihrem Roller kurz an einem Stand an und kauft etwas fertig zubereitetes zum Essen ein. Ein paar Plastiktüten hängen schon am Roller und es werden noch ein paar dazu kommen, bis sie nachhause oder zur Arbeit fährt. Dass die Roller hier oft ohne Kennzeichen herumfahren, ist nichts Ungewöhnliches.
Solch ungewöhnliche Eigenbauten sind hier auch keine Seltenheit. Da wird gern mal aus mehreren verschiedenen Mopeds eines zusammengebaut.

Da die maximale Summe, die man bei einer Abhebung an der ATM bekommt, ja gering ist, gehe ich zur Bank, um Bargeld zu tauschen. Es wird vielfach die BCEL Bank empfohlen, da man dort wohl den besten Wechselkurs bekommt. Ich gehe mal davon aus, dass das stimmt. Leider darf man ja in der Bank nicht fotografieren. Als der Filialleiter mit einem riesigen Stapel Geldscheinen auf dem Arm aus dem Nebenraum kommt, staune ich nicht schlecht. Die Geldbündel werden dann hinter dem Tresen unter dem Tisch in einen Wäschekorb gelegt. Ich bekomme für meine 300 € über knapp 7500000 ₭, was gar nicht so viel ist, da es überwiegend 100000 ₭ Scheine sind.
Dass Chili so etwas wie ein Grundnahrungsmittel ist, zeigt dieser Stand, obwohl Stand kann man das ja gar nicht nennen, da alles ohne Tisch auf dem Boden präsentiert wird.
In der Altstadt, wo noch die alten Häuser aus der französischen Kolonialzeit stehen, sieht alles sehr gepflegt und natürlich auch ziemlich europäisch aus. Das, was wie viele herunterhängende Bänder aussieht, sind alles Luftwurzeln der Bäume.
Durch einen offenen Seiteneingang betrete ich das Gelände Royal Palace & National Museum, auf dem sich auch der Haw Phra Bang und das Royal Ballet Theatre befinden. Karten gibt es für 6, 8 oder 10 €. Eine Seite der Anlage grenzt, nur durch eine Straße getrennt, ans Ufer des Mekong. Das Gebäude kann ich natürlich ohne Ticket nicht betreten, allerdings wird der ganze Bereich auch kurz nachdem ich da ankomme geschlossen, denn von 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr ist scheinbar Mittagspause.

Auf der anderen Straßenseite kaufe ich für 30000 ₭ ein Ticket für den Phou Si. Das ist ein 100 Meter hoher Hügel im Zentrum der Altstadt von Luang Prabang. Nach oben gelangt man bei diesem Eingang über diese Treppe, die von den uralten, derzeit blattlosen Frangipani Bäumen gesäumt ist.
Mehrere Schreine oder Tempel befinden sich auf dem Hügel. Der Wat Chom Si auf der Spitze ist eine der touristischen Hauptattraktionen der Stadt. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. Auf der einen Seite grenzt der Hügel an den Mekong und auf der anderen Seite an den Nebenfluss Nam Khan.

Leider gibt es hier auch viele Touristen aus einem anderen sehr großen, asiatischen Nachbarland, die immer in Gruppen unterwegs sind und ihr Benehmen zu Hause gelassen haben, oder dort vermutlich auch keines haben. Nicht nur, dass sie laut sind und sich rücksichtslos verhalten. Die Krönung des Ganzen war, wie zwei auf der Mauer sitzende junge Mönche von diesen „Leuten“ ungefragt, und vollkommen respektlos aus unmittelbarer Nähe fotografiert wurden, als wären sie eine Comicfigur in einem Vergnügungspark. Etliche aus der Gruppe setzten sich für ein Foto auch noch unmittelbar neben die beiden und manche legten dabei sogar den Arm auf die Schulter des Jungen. Der Gesichtsausdruck der beiden Jungen sprach Bände, aber ihr Glaube verbietet es, eine angemessene Reaktion zu zeigen. Sagen kann man auch nichts, da die eh nichts verstehen, und das nicht nur sprachlich.
Über den Mekong gibt es eine Fährverbindung. Auf einem großen Schild stehen die Fahrpreise und eine Telefonnummer, bei der man sich beschweren soll, wenn das Fährpersonal unfreundlich ist oder sich nicht ordnungsgemäß verhält. Dass es spezielle Touristentarife gibt, ist sicher nicht offiziell. Für eine einheimische Person ohne Fahrzeug kostet die Überfahrt umgerechnet 0,20 €.
Den Sonnenuntergang genieße ich mit einem kühlen Beerlao direkt am Mekong.
Die Händler hoffen bis spätabends geduldig auf den einen oder anderen Kunden.














