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Heute geht es weiter in die sozialistische Republik Vietnam, genauer gesagt in die Hauptstadt Hanoi beziehungsweise auf vietnamesisch Hà Nội. Von Vientiane ist es erneut nur ein kurzer, einstündiger Flug. Vietnam ist in etwa gleich groß und bevölkerungsreich wie Deutschland. Es hat etwas weniger Fläche, aber etwas mehr Einwohner. Das Land ist in etwa 1650 km lang und bis zu 600 km breit. An der schmalsten Stelle in der Mitte ist es jedoch nur 50 km breit. Aufgrund der großen Nord-Süd-Ausdehnung gibt es auch sehr unterschiedliche Klimazonen. Alles liegt zwar nördlich des Äquators, aber Hanoi ist in etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Hawaii. Das Klima ist jedoch ganz anders. Jetzt im November ist im subtropischen Norden von Vietnam die kühle Jahreszeit. Der Flug ist gut und bietet tolle Aussichten.

Ich lande kurz vor Sonnenuntergang auf dem Nội Bài Airport. Ein Visum benötigt man als Deutscher nicht und die Abfertigung bei der Immigration ist unglaublich schnell. Leider ist der Flughafen sehr weit von der Altstadt entfernt. Es gibt zwar auch Möglichkeiten zum Beispiel mit dem Bus Linie 86 günstig in die Stadt zu kommen, aber ob Bus oder Taxi, man sollte für die 30 km grob 1 Stunde Fahrzeit einplanen. Mit dem Bus eher mehr und mit dem Taxi kann es auch etwas schneller sein. Ich habe mir für ca. 8,50 € ein günstiges Taxi über die Buchungsplattform vorbestellt. Der Fahrer hat sogar extra eine Playlist der aktuellen Topmusik aus Deutschland eingestellt. Bereits um 17:00 Uhr ist die Sonne untergegangen.

Bei Sonnenschein sind es angenehme Temperaturen, die unterhalb von 30 °C bleiben, aber abends sind es schnell nur noch 20 °C. Die Vietnamesen, die oft dicke Jacken an- und Mützen aufhaben, können die Touristen mit T-Shirts und kurzen Hosen ganz bestimmt überhaupt nicht verstehen. Als wir in die Altstadt kommen, bin ich wirklich beeindruckt. So wie hier habe ich das noch in keiner anderen Stadt gesehen. Unzählige Geschäfte und Restaurant und emsiges Treiben überall. Dazu kommen die ebenfalls unzähligen Motorroller, die sich ihren Weg durch den Verkehr nach eigenen Regeln suchen.

Das Hotel ist zum Glück in einer weniger befahrenen Straße. Direkt an der Ecke steht vor einem Phở Restaurant eine große Schlange vor der Tür, was vermutlich daran liegt, dass das Restaurant schon mehrere Jahre hintereinander vom Guide Michelin ausgezeichnet wurde. Es ist jedoch alles andere als gemütlich. Man wird einfach auf den nächsten freien Stuhl gesetzt, wählt, mit welchem Fleisch man die Phở haben möchte und nach geschätzt zwei Minuten hat man schon sein Essen.

Ich esse in einem anderen ausgezeichneten Restaurant, das bei Google eine 4,9 mit über 25000 Bewertungen hat. Ich bestelle einen Lotusstängelsalat mit Tofu und einen Lotuswurzeleintopf mit Pilzen.

An der St. Joseph Cathedral trifft man sich, um einen Tee zu trinken. Alle sitzen auf kleinen Plastikhockern, die man bei uns wohl nur im Kindergarten finden würde, eng beieinander und unterhalten sich. Gerne werden Sonnenblumenkerne zum Tee geknabbert. Der ganze Boden ist voll mit den leeren Schalen. Andere fotografieren sich oder lassen sich vor der Kirche fotografieren.

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