Ich habe meinen Aufenthalt in Hong Kong aufgeteilt in 3 Nächte Kowloon und 3 Nächte Hong Kong Island. Die Übernachtungspreise sind natürlich deutlich höher, als das, was ich bisher so im Schnitt gezahlt habe. Nach oben gibt es fast keine Grenzen. Heute habe ich mir nach Beratung in der Tourist-Information ein Tagesticket einer Buslinie gekauft, die die Sehenswürdigkeiten von Kowloon anfährt. Wie sich herausstellt ist das aber gar nicht so praktisch wie angenommen, da der Bus nur in eine Richtung fährt. Man kann also nicht nach einem Drittel der Strecke zum Ausgangspunkt zurückgefahren, sondern muss die anderen zwei Drittel komplett mitfahren. Vermutlich wär es ohnehin preislich günstiger gewesen, mit dem normalen Linienverkehr zu den Punkten zu fahren. Dann hätte man sich aber die ganzen Verbindungen heraussuchen müssen und die Haltestellen sind dann vermutlich auch nicht sich dicht an den Sehenswürdigkeiten. Startpunkt ist dicht beim Clock Tower. Auf dem Weg dorthin gibt es natürlich auch schon was zu sehen.
Etwas, das es bei uns noch nicht gibt, hier aber überall herumsteht, sind Boxen mit Powerbanks, die man über eine App ausleihen kann. Sehr praktisch finde ich das. Ob man die App auch als Tourist nutzen kann, habe ich nicht ausprobiert. Letztendlich hängt das wohl von den möglichen Zahlungsarten ab.
Beliebtes Fotomotiv an der Promenade ist das Schwein McDull, das in Hong Kong und anderen Teilen Asien sehr bekannt ist. Natürlich gehört auch die Dschunke mit den roten Segeln zu Hong Kong.
Ein paar Besonderheiten fallen auf, wenn man durch die Straßen fährt. Zum Einen sind vielfach die Installationen für Abwasser außen an der Hauswand, was natürlich praktisch und kostengünstig ist, aber nicht gerade schön aussieht. Wenn die Aussenwand dann auch noch gefliest ist, dann ist das iegendwie verkehrte Welt.
Das nächste ist, dass komplette Hochhäuser mit Bambusstangen eingerüstet werden, die oft nur zusammengebunden werden. Das ist natürlich ein leichtes Material, das auch flexibel ist. Unten wird immer noch eine Art Dach gebaut, damit niemand zu Schaden kommt, falls mal etwas herunterfällt.
Das Dritte sind die unzähligen Klimaanlagen, die außen vor oder an den Fenstern angebracht sind. Die Optik spielt bei den Wohnhäusern ganz offensichtlich eine untergeordnete Rolle.
Erster Stopp ist der Wong Tai Sin Tempel, der einem Heiligen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr., geweiht ist. Ein buntes Gemisch aus Gläubigen und Touristen strömt durch die Tempelanlage. Auf einer Fläche stehen große Bronzefiguren der chinesischen Tierkreiszeichen, mit denen man sich fotografieren lässt und die man an bestimmten Stellen anfasst.
Neben dem bekannten Brauch mit den Räucherstäbchen werden auf einer Fläche fleißig der Behälter mit den Orakelstäbchen geschüttelt. Die Stäbchen, die von selbst herausfallen, werden anschließend von Orakeldeutern interpretiert. Es gibt auch gläsernen einen Raum, in dem man unter Anleitung beziehungsweise mit Hilfestellung Blattgold auf die dort stehenden Figuren legen kann.
Auf geht’s zum nächsten Stopp der Chi Lin Nunnery, ein über 33000 m² großer Tempelkomplex mit dem zugehörigen 35000 m² großen Nan Lian Garten. Es ist weltweit das größte ausschließlich handgefertigte Holzgebäude. Alle Verbindungen des Zypressenholzes sind ohne Nägel oder Schrauben. Die Verbindungen sind auch in verkleinerter Form ausgestellt und da kann man über die Komplexität nur staunen.
Der Kontrast zu den modernen Wohnhäusern könnte größer nicht sein.
In einer Gegend werden überwiegend Blumen verkauft. Zu dieser Zeit gibt es echte Weihnachtsbäume zu kaufen, wenn man denn den Platz und etwas Geld hat. Ein circa zwei Meter großes Exemplar kostet 980 HK$, also knapp 110 €. In normalen Wohnungen wird aber wohl kaum Platz dafür sein, und wo der Platz ist, das spielt der Preis auch keine Rolle. Für das Platzproblem gibt es aber auch Lösungen, nämlich Miniaturpflanzen. Manche sind nicht einmal so groß, wie der Nagel vom kleinen Finger. Das heißt natürlich nicht, dass auch der Preis klein ist. Der kleine, unschöne Kaktus in der Größe einer zwei Euro Münze kostet 1480 HK$, also über 160 €.
Was für ein Zufall, das Auto hat die gleiche Farbe wie der Zebrastreifen. Im Hintergrund eines der typischen roten Taxis.
Gestern war die Bruce Lee Statue vermutlich wegen Renovierungsarbeiten noch hinter einer Holzwand versteckt. Heute Morgen habe ich schon gesehen, wie das abgebaut wurde und jetzt am Abend glänzt sie wieder.
Zum Thema Straßenverkehr ist eines noch ganz typisch in der Stadt. Überall dort, wo Personen die Fahrbahn überqueren, steht geschrieben, in welche Richtung man schauen muss, denn es ist abweichend von China ganz britisch Linksverkehr in Hong Kong. Hier handelt es sich offensichtlich um eine Einbahnstraße, denn auch auf der gegenüberliegenden Seite muss man in die gleiche Richtung schauen.

























