The Peak

Ich bin jetzt umgezogen nach Hong Kong Island und wohne im Stadtteil Wan Chai standesgemäß im „The Emperor“ 🙂
Gerade wenn man mit dem ganzen Gepäck unterwegs ist, nervt es besonders, wenn man mal wieder die Bushaltestelle nicht findet. Ich glaube, dass China hier seine Finger im Spiel hat und die Positionsgenauigkeit absichtlich verschlechtert, denn oft habe ich es, dass der Standort in Google Maps nicht mit dem wirklichen Standort deckungsgleich ist. Oft „wandert“ der anzeigte Standort auch. Es ist zum Verzweifeln, wenn man auf die genaue Position angewiesen ist. Auch das Fragen hilft leider oft auch nicht. Es gibt zum Beispiel in Hong Kong auch kleine grüne-beige Busse für bis zu 16 Passagiere, die als Linie gar nicht an den Haltestellen angezeigt werden. Diese Busse halten nur, wenn jemand aussteigen will, oder wenn jemand Zeichen gibt, dass er mitfahren möchte. Als ich das durchschaut hatte, dann hat es auch problemlos funktioniert und der Busfahrer hat mich direkt gegenüber vom Hotel herausgelassen. Es lohnt sich auf jeden Fall mal damit zu fahren, da Touristen hier eher selten anzutreffen sind. Auch die Busse kann man mit der Octopus Karte bezahlen.

In diesem Stadtteil dominieren modern Bürokomplexe.

Der Ausblick aus meinem Zimmer ist auch sehr gut, aber ich habe nochmal nach einem Zimmer weiter oben gefragt. Nach der ersten Nacht kann ich umziehen.

Nur ein paar Schritte von der Hoteltür ist eine Bushaltestelle, die zum höchsten Punkt der Insel, dem „The Peak„, fährt. Offiziell ist das der Victoria Peak. Die meisten Touristen fahren mit der seit 1888 fahrenden Standseilbahn, der Peak Tram, auf den 552 Meter hohen Gipfel. Da ist dementsprechend viel Andrang und man muss Wartezeit einkalkulieren. Hier oben wohnen natürlich nur reiche Leute, die es sich leisten können an diesem exklusiven Standort etwas zu mieten oder zu besitzen. Um den Gipfel herum führt weit über der Stadt ein schöner, grüner Wanderweg, der einen unglaublichen Blick auf die Stadt ermöglicht.

Es gibt auch noch eine kostenpflichtige Aussichtsplattform auf dem Dach des Einkaufszentrums.

Gegen 16 Uhr ist der Andrang für die Bahn nach unten relativ groß, sodass ich erneut den normalen Bus nehme.

Auf Hong Kong Island verkehrt ja auch noch die alte Straßenbahn mit ihren Doppeldecker-Wagen, die so schmal und hoch sind, dass man denkt, die müssten ganz leicht umkippen. Das ist eine sehr günstige Art der Fortbewegung, die weitgehend unabhängig vom Stau ist, aber auch ziemlich langsam unterwegs ist. Oben zu sitzen und einfach nur den Blick aus dem offenen Fenster zu genießen, ist wahrscheinlich nur was für Touristen. Einheimische nehmen das ja ganz anders wahr.

Durch Zufall gerate ich noch zu einem alten Gefängnis, dass man sich auch von innen anschauen kann.

Der Central Mid-Levels Escalator verbindet mit einigen kurzen Unterbrechungen auf 800 Metern Länge, auf denen 135 Höhenmeter überwunden werden, die Stadteile Central und Mid-Levels. Von 6 bis 10 Uhr fährt die Rolltreppe hinunter und von 10:30 bis 24 Uhr hinauf. Pech für die, die morgens hinauf und abends hinab müssen. Es ist das längste Roll­treppen­system dieser Art in der Welt.