
Da es keine Direktflüge von Kuala Namu nach Perth gibt, hatte ich ein Return-Ticket nach Denpasar gebucht, wo ich dann heute auch noch einmal übernachten werde, bevor es morgen früh weitergeht. Von Kuala Namu hätte man sonst über Kuala Lumpur oder Singapore fliegen müssen. Man hätte zwar etwas Zeit gespart, aber mit zwei One-Way-Flügen wäre es nicht günstiger gewesen. So geht es ganz entspannt um 9:30 Uhr los und um 13:15 Uhr bin ich schon am Ziel. Es ist das erste Mal, dass ich einen Ort in Western Australia besuche. Warum Australien auch „roter Kontinent“ genannt wird, sieht man, wenn man aus dem Fenster schaut. Im Landeanflug sieht man auch schön den Swan River, der durch die Stadt mäandert, sowie das 2017 eröffnete Stadium mit 60000 Sitzplätzen. Auch die zwei wirklich beeindruckenden Brücken der Stadt sind zu sehen. Beim Stadium die Matagaurp Brücke und über die Insel im Fluß die Boorloo Brücke, die nur für Fußgänger und Radfahrer ist.
Die notwendigen Einreiseformalitäten habe ich schon ein paar Tage vorher online (eVisitor-651) bzw. im Flugzeug (IPC) erledigt und verbotene Dinge habe ich nicht dabei, sodass die Einreise schnell und problemlos abläuft. Die Unterkunft ist im Stadtteil Burswood. Da das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in Perth relativ gut ist, fahre ich mit dem Zug dorthin. Die Fahrt dauert eine knappe halbe Stunde inklusive einmal umsteigen plus eine knappe viertel Stunde zu Fuß. Für bis zu zwei Tagen empfiehlt sich das Day Rider Ticket, mit dem man für knapp 4,5 € 24 Stunden lang umherfahren kann. Wer das Netz der Busse, Züge und Fähren mehr als zwei Tage nutzen will, der ist vermutlich gut bedient mit dem aufladbaren SmartRider Ticket. Die Karte ohne Guthaben kostet 10 AUD. Man spart aber bei jeder Fahrt 10 % und kann Guthaben online aufladen.
Das airbnb Zimmer in dem alten Haus ist ok für 2 Nächte. Das ich noch keine SIM-Karte habe und es keine Informationen zum WiFi Password gibt, macht es jedoch etwas schwierig, aber die Australier sind sehr freundlich und hilfsbereit. Als ich in der Innenstadt ankomme, muss ich feststellen, dass die Geschäfte hier fast alle bereits um 17:30 Uhr, also in wenigen Minuten, schließen. Zum Glück ist aber auch morgen am Sonntag alles geöffnet, sodass ich mir dann in Ruhe eine SIM-Karte von Optus besorgen kann.
An nächsten Morgen mache ich mich erstmal auf den Weg zum Strand, genauer gesagt zum etwa 20 km entfernten Scarborough Beach.
Die Fahrt dauert mit der Bahn eine Stunde, aber da man auch etwas von der Stadt sieht, ist es gefühlt gar nicht so lange. Es ist einiges los, da gerade irgendein Wettbewerb für Kinder stattfindet. Der Strand ist aber lang, sodass sich das schnell verläuft. Der Strand, bei dem mehrere Abschnitte, die nahtlos ineinander übergehen, eigene Namen haben, ist insgesamt 13,5 km lang. Offensichtlich ist das Baden hier gefahrlos möglich, denn es gibt keine Hainetze oder gesperrte Bereiche. Vorzugsweise soll man natürlich in dem Bereich baden, der von der Lifeguard bzw. Surf Rescue beobachtet wird. Duschen, Toiletten und Umkleidemöglichkeiten sowie auch eine ganze Menge Restaurants und Geschäfte sind vorhanden, sodass man gut auch den ganzen Tag hier verbringen kann.
Da Australien ja nicht gerade für gutes Brot bekannt ist, sei der Laden Knead Bread & Coffee erwähnt. Wie man schon an dem Andrang dort erkennt, gibt es dort wirklich leckere Sachen, allerdings ist der Laden nur bis 14 Uhr geöffnet. Am Nachmittag schaue ich mich noch etwas in der Stadt um. An vielen Stellen treffen alt und modern aufeinander.
Ich entdecke auch mal wieder ein paar tolle Street-Art.
Nach über zwei Monaten mit niedrigem Preisniveau in Asien bin ich natürlich erstmal geschockt von den Preisen. Auch wenn das Meiste in etwa so viel kostet wie in Deutschland, erscheint es doch durch den Wechselkurs erstmal teurer als es ist (1 € = ca. 1,7 AUD).












