Pinnacles

Von Fremantle fahre ich mit der Bahn zum Flughafen, um mir dort einen Mietwagen abzuholen. Ursprünglich habe ich Perth immer mit den Walhaien, mit denen man am Ningaloo Reef schnorcheln kann, in Verbindung gebracht. Bei genauerem Hinsehen hat sich jedoch herausgestellt, dass die beiden Orte aber über 1100 Kilometer voneinander entfernt sind. Das ist also alles andere als eine Tagestour und muss diesmal auf jeden Fall von der Liste gestrichen werden. Man könnte von Perth auch in knapp zwei Stunden nach Exmouth fliegen. Von dort wären es dann mit dem Auto nur noch knapp 120 Kilometer zum Ningaloo Reef. Ein kurzer Check zeigt, dass die Preisschwankungen bei den Flügen extrem sind. Von 250 € bis über 1000 € ist alles drin, aber in der Regel liegt der Preis über 500 €.
Mein heutiges Ziel sollen die Pinnacles sein, die in etwa 200 Kilometer nördlich von Perth sind. Die Pinnacles sind nichts anderes als Kalksteinsäulen aus dem in dieser Gegend typischen Tamala Limestone. Unzählige dieser bis zu 5 Meter hohen Säulen ragen aus dem gelben Wüstensand empor. Es gibt verschiedene Theorien zur Entstehung. Ich denke die Erosion und unterschiedlich harte Bereiche im Kalkstein haben dazu geführt, worauf ja auch die gräuliche Farbe in dem gelben Sand hindeutet. Wissenschaftlich betrachtet ist das aber vermutlich viel komplizierter. Die Fahrt zum Nambung-National Park, in den die Pinnacles zu sehen sind, ist überwiegend eher langweilig. Ich mache keinen Stopp und hebe mir sehenswerte Punkte für den Rückweg auf.

Man muss 15 AUD Eintritt.pro Fahrzeug bezahlen. Danach kann man auf einem 4 Kilometer langen Rundkurs durch die Wüste fahren. Dass man dabei nur wenige Kilometer vom Meer entfernt ist, glaubt man kaum. Ich bin gegen 14 Uhr dort und die Temperatur in der Wüste ist mit 34 °C im Schatten, den es dort nur unmittelbar hinter einer der Säulen gibt, nicht für eine Erkundung zu Fuß geeignet. Eine wirklich einmalige und beeindruckende Landschaft.

Die Hangover Bay ist nur knapp 6 Kilometer Luftlinie entfernt. Der menschenleere Strand zieht sich über viele Kilometer nach Norden und Süden.

Ein paar Kilometer weiter südlich gibt es noch ein paar schneeweiße Dünen, die in der Gegend vollkommen deplatziert wirken. Der Sand ist so fein wie Staub und es lohnt sich wirklich hier anzuhalten und auf eine der Dünen hinauf zu wandern, um dann von oben herunterzurutschen.

Die Grass Trees, die bis zu % Meter hoch werden können, habe ich zuvor auch noch nicht in dieser Fülle gesehen.

Am ebenfalls fast menschenleeren Strand von Two Rocks gönne ich mir dann gegen 18 Uhr doch noch ein Bad im Meer, bevor ich die restlichen 70 km bis Perth zurücklege.