Um 7:30 Uhr taucht die Sonne die gegenüberliegende Hügelkette in ein intensives Orange, während der Vollmond noch hoch am Himmel steht.

Heute geht es nach Queenstown / Tāhuna. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man unterwegs irgendwelche Oldtimer sieht.

Bei der Kawarau Bridge kann man Bungee Sprünge machen. Das erfordert nicht nur Mut, sondern auch ein dickes Portemonnaie, denn ein Sprung kostet NZ$ 320 (161 €). Ich kenne mich damit nicht aus, aber vermutlich ist das ein normaler Preis für 2 bis 3 Sekunden freien Fall. Es geht dort auf jeden Fall 43 Meter in die Tiefe und wenn man möchte, dann kann man unten ins Wasser eintauchen.




In Bezug auf die 30000 Einwohner ist Queenstown eher eine kleine Stadt, allerdings zieht der Queenstown Lake District über 100-mal so viele Touristen im Jahr an, nämlich rund 3 Millionen. Alles dreht sich hier also um den Tourismus, von dem die Gegend lebt. Es heißt: „A summer paradise or winter wonderland“. Die Auslastung ist über das ganze Jahr relativ konstant. Ausländische Touristen kommen überwiegend aus Australien, gefolgt von den USA. Auf dem Flughafen können zwar nicht die ganz großen Maschinen landen, aber für Flugzeuge wie A320 oder Boeing 737 ist er geeignet.
Am Lake Wakatipu steht die Statue von William Gilbert Rees, einem Schafzüchter aus Wales, der hier 1861 mit seiner Frau Queenstown gründete und die ersten Gebäude am See erbaute.


In der Stadt komme ich an einem Burgerladen vorbei, wo die Leute schon am Vormittag Schlange stehen. Immerhin eine 4,6 mit über 25000 Reviews bei Google. Ich bekomme irgendwie das Gefühl, dass man nicht in Queenstown war, wenn man nicht einen Fergburger gegessen hat. Also bestelle ich eine der beiden vegetarischen Varianten und trotz des Riesenandrangs dauert es gar nicht so lange bis er fertig. Er hat eine gute Größe und ist wirklich lecker. Der Preis von NZ$ 18,5 ist nicht ganz ohne, aber in Anbetracht des allgemeinen Preisniveaus auch nicht überzogen. Ich esse am Strand und habe sofort Gesellschaft.

Mit der alten TSS Earnslaw von 1912 kann man sich 1,5 Stunden über den See schippern lassen. Es ist weltweit eines der letzten mit Kohle betriebenen Passagier-Dampfschiffe.

Im Hintergrund die bis zu 2319 Meter hohen Remarkables / Kawarau, die im Winter Skipisten für jeden Geschmack bieten, aber auch im Sommer gibt es einige Wanderungen, die man unternehmen kann.

Die Straße zum Campingplatz führt direkt am See entlang und es ist die ganze Zeit eine sagenhafte Aussicht. Fast automatisch denke ich an einigen Stellen an Mittelerde. 🙂



Der Campingplatz ist circa 30 Kilometer südlich von Queenstown am Lake Wakatipu. Das Wasser im See ist ziemlich kalt, aber mit der warmen Abendsonne gönne ich mir noch ein Bad. Erfreulicherweise sind auch hier wieder überhaupt keine Sandfliegen. Um 20:30 Uhr wird es langsam dunkel.
