Baie de Ōpūnohu

Heute werde ich die Insel entgegen dem Uhrzeigersinn umrunden. Einmal rundherum sind ziemlich genau 60 km.

Vom La Montagne Magique hat man einen atemberaubenden Ausblick, den man sich aber schweißtreibend erwandern muss. Unten an der Straße zahlt man 200 CFP für den Zugang zum Wanderweg. Bereits um 9:30 Uhr hat die Sonne ordentlich Kraft, also unbedingt Wasser mitnehmen. Leider verschandeln auch hier Kreuzfahrtschiffe das Bild, wenn sie tief in die Bucht hineinfahren und dort ankern. Das auf dem Bild fährt zum Glück gerade wieder weg.

Der Plage de Tiahura im Norden der Westküste ist sehr schmal, aber es gibt ein paar schattige Plätze von den Palmen.

Ganz im Süden Richtung Osten wieder der Blick auf Tahiti im Hintergrund und Richtung Westen auf die zackigen Bergspitzen.

Die Eglise de la Sainte-Famille à Haapiti sieht aus, als hätte sie ein Riese mit Bauklötzen dort hingestellt.

Immer wieder gibt es unterwegs tolle Aussichten und das Wetter spielt zum Glück auch mit.

In einer Bucht liegt nicht erst seit gestern das Wrack einer Segelyacht. Komisch, dass das scheinbar niemanden interessiert.

Große Gruppen des Braunbrustschilffinks durchkämmen eine Wiese nach Fressbarem. Die Vögel sind in Australien, wo Getreide angebaut wird, ein Schädling, da sie in riesigen Scharen große Ernteschäden anrichten.

Über dem Inselinneren von Tahiti schwebt mal wieder eine dicke Wolkendecke.


Nachdem ich mich gestern etwas über das Lagoonarium informiert habe, musste ich feststellen, dass die Haie und Rochen dort gefüttert werden, um möglichst viele von ihnen dicht an die Touristen zu bringen. Es gab dort wohl schon mehrfach Unfälle, da die Haie im Fressrausch auch aus Versehen mal in einen Arm beißen oder so. Das sollte man also meiden, und das nicht nur wegen möglicher Unfälle. Ich habe dann noch eine andere Stelle entdeckt, die nur ein ¼ Stunde von meiner Unterkunft entfernt ist. Dort kann man eigenständig mit dem Kajak zu einer Sandbank, der Banc de sable Raies et requins, paddeln und dort ebenfalls mit Haien und Rochen schnorcheln. Bedauerlicherweise muss ich eine ganze Weile warten bis ein 1-er Kajak frei ist. Dafür macht man eine Ausnahme und vermietet es mir für 1,5 anstatt 2 Stunden. Vom Strand sieht man, dass auch Motorboote Touristen dorthin bringen. Ich paddele circa ¼ Stunde bis zu der Sandbank und sehe in dem flachen, glasklaren Wasser schon die Haie um mich herum. An einer Boje mache ich das Kajak fest und steige aus. Dort kann ich gerade noch so stehen, aber ein Stückchen weiter ist das Wasser dann nur noch circa 1,3 Meter tief. Schnell bin ich inmitten von Schwarzspitzenriffhaien und Rochen, die allerdings, sobald die Boote den Ort verlassen, auch langsam wieder verschwinden. Es lohnt sich also kaum dorthin zu paddeln, wenn gerade keine Boote mit Touristen dort sind. Leider hatte ich nichts dabei um mir das Handy im Wasser umzuhängen.

Von der Baie de PaoPao zur Baie de Ōpūnohu führt neben der knapp 9 Kilometer langen Küstenstraße auch die knapp 6 Kilometer lange Route des Ananas, die wie der Name schon erahnen lässt, auch durch eine Ananasplantage hindurchführt. Der meiste Teil der Straße ist jedoch nicht asphaltiert und in einem schlechten Zustand. Ich kann mit dem Roller nur im Schritttempo den vielen Steinen und Schlaglöchern ausweichen. Da sonst niemand hier unterwegs ist und ich in der Nähe schon wieder Hunde kläffen höre, fahre ich nur ein Stückchen hinein und drehe dann wieder um.
Morgen geht es dann bedauerlicherweise bereits wieder weiter. Die Katze, die mich bisher regelmäßig in meinem Apartment besucht hat, kommt auch heute Abend wieder vorbei. Da das Angebot an Restaurants nicht sehr groß ist, fahre ich erneut zu dem Pizzaladen.