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Heute fahre ich in den Litchfield National Park, der gut 1,5 Stunden südwestlich von Darwin liegt.

Erster Halt ist an den Magnetic Termite Mounts. Die Bauten dieser Termitenart haben in Nord-/Südausrichtung und auch von oben ein ganz schmales Profil und in West-/Ostausrichtung sind sie ganz breit. Das dient der Klimatisierung und sorgt über den Tag für eine gleichmäßige Temperatur. Morgens und abends erwärmt die Sonne so den Bau und in der großen Mittagshitze bietet sie kaum Fläche für die Sonnenstrahlen. Da ihre Bauten wie Kompassnadeln ausgerichtet sind, kam es zu dem Beinamen „Magnetic“. Leider kommt man auf dem Steg nicht sehr dicht an die Bauten heran. Durchs Gras zu wandern wäre wegen der Giftschlangen, die sich dort möglicherweise aufhalten, nicht empfehlenswert.

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Nächster Stopp ist das Buley Rockhole. In dem Flusslauf des Florence Creek sind auf mehreren Ebenen natürliche Pools, in denen man baden kann. Ein paar sind sogar so tief, dass man gefahrlos von oben hineinspringen kann. Das Wasser hat genau die richtige Temperatur. Ich schätze zwischen 25°C und 28 °C. Durch die Verwirbelungen sind einige Pools wie ein Whirlpool. Die Strömung ist an einigen Stellen jedoch auch ziemlich stark.

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Etwas weiter unten am Flusslauf gibt es die Florence Falls, die ebenfalls einen großen, tiefen Pool zum Baden haben, den sich die Badegäste mit den Fischen teilen müssen. Das Wasser ist glasklar und gemäß aufgestellten Schildern wird sich seitens der Parkverwaltung Mühe gegeben, dass hier keine Krokodile hinkommen, auch wenn das natürlich nicht zu 100 % gewährleistet werden kann.

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Hier im Northern Territory ist es üblich, dass in der Zeit von April bis Juli kontrollierte Feuer angelegt werden, das sogenannte Prescribed burning (öffnet in neuem Tab) oder Savanna Burning. Das hat eine lange Tradition bei den Aboriginals. Indigene Ranger entzünden die Feuer, um lediglich das trockene Unterholz abzubrennen, damit es am Ende der Trockenzeit nicht zu unkontrollierbaren Buschfeuern kommt. Große Pflanzen und Tiere überstehen die kleinen Feuer unbeschadet und einige Pflanzensamen keimen erst, nachdem sie in so einem Feuer waren.

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Die Wangi Falls sind derzeit geschlossen, weil dort Krokodile gesichtet wurden. Letzter Stopp, ohne Bademöglichkeit, sind die Tolmer Falls.

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Viele andere Dinge im Park sind jahreszeitbedingt noch nicht freigegeben oder ohnehin nur mit 4WD zu erreichen. Auch wenn mein Mietwagen 4WD hat, wäre das Befahren dieser Strecken damit seitens des Vermieters nicht erlaubt. Darauf muss man bei der Anmietung achten. Auf dem Rückweg komme ich auch wieder an einigen brennenden Stellen vorbei. Das frische Grün und all die Blüten gibt es natürlich nur in dieser Jahreszeit. Die Fahrt selbst ist ziemlich monoton, da man die meiste Zeit allein durch eine sich nicht ändernde Landschaft fährt. Das Thermometer zeigt 33 °C Schattentemperatur an. Neben den gefährlichen Tieren ist die Dehydrierung hier eine ernst zu nehmende Gefahr.

Bis 12 Uhr kann ich noch auf dem Zimmer bleiben. Bis zur Rückgabe des Mietwagens bleibt dann immer noch etwas Zeit und ich fahre noch zum Nightcliff Beach. Als ich die Hotelangestellte gefragt habe, ob es einen Strand gibt, wo man baden kann, hat sie mich überrascht angeschaut. Die Frage stellt sich hier wohl gar nicht, da das viel zu gefährlich ist. Auch Hainetze gibt es wohl nicht, da die nicht vor Krokodilen schützen, die über den Strand in den abgesperrten Bereich gehen können.

Beim Parkplatz laufen etliche der Maskenkiebitze mit ihren gelben Hautlappen herum. Hier nennt man sie Plover.

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Im Rapid Creek stolziert ein Jabiru auf der Suche nach Futter herum.

Auch ein paar rosa Kakadus sind hier unterwegs.

Im Hintergrund sieht man die Rauchschwaden der Prescribed burnings.

Gegen 16:40 Uhr hebt der Flieger ab, zu meiner letzten Zwischenstation, bevor es nach ziemlich genau 6 Monaten leider (schon) wieder nach Hause geht.